M.G.V. "EINTRACHT" 1854 e.V. Kleinenbroich

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Sängerausflüge Konzertreisen
Abtenau/Österreich 1984 Fotos! Carbonne/Frankreich 1990 Fotos!
Weimar 1993 Fotos! Ala/TN Italien, 1991 Fotos!
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Schwarzwald 1996 Fotos! Meissen, 1999 Fotos!
Straßburg 2001 Fotos!
Hamburg 2002 Fotos!
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Fahrt nach Gut Reichenstein / Monschau 2006 Fotos!

Kokereien Schwelgern und Zollverein 2006
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Münster
Schloss Nordkirchen 2007
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Sängerausflug Glockengießerei Mark in Brockscheid, Eifel 2008 Fotos!
Reise-Infos zum Jahresausflug nach Amsterdam 22./23.Aug. 2009 Fotos!

Von der Fahrt nach Carbonne vom 23.5 - 28.5.1990 
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Unsere diesjährige Chorreise führte uns nach Carbonne, der Partnerstadt Korschenbroichs in Südfrankreich.

Pünktlich um 20:30h starteten wir am Mittwoch, den 23.5. in Kleinenbroich voller Erwartung, was die kommenden Tage uns bringen würden.

Über Luxemburg und Lyon erreichten wir Donnerstagmittag Carcasonne. Die sehenswerte Altstadt des Ortes liegt auf einer Anhöhe von zwei Mauerringen umgeben. In der dortigen Basilika ließen wir erstmals unsere Stimmen erklingen.
Nachmittags erreichten wir dann unser Ziel, Carbonne und wir waren alle sehr gespannt, unsere Gasteltern kennenzulernen. Den Abend verbrachten wir in den Familien, wo wir den ersten Eindruck von der Gastfreundschaft der Carbonner gewannen. Dass man natürlich sofort per Du war, bedarf eigentlich keiner Erwähnung.
Trotz der Verständigungsschwierigkeiten lernte man sich bei einem Glas Wein schon etwas näher kennen.

Den Freitag begannen wir auf dem Place de la Republique mit zwei frischen Lieder, dann ging es Richtung Pyrenäen. Im Bus wurden dann die Erfahrungen des Vorabends lebhaft ausgetauscht.
Unterwegs machten wir im Thermalbad Bagneres de Luchon Station. Hier ließen wir uns vom Charme dieses alten Badeortes, welcher die Architektur der dreißiger Jahre erhalten hat, einnehmen. Auf der anschließenden Fahrt über den Pass nach Spanien verdiente sich unser Busfahrer Karl-Heinz ein großes Lob, wie er souverän die Serpentinen meisterte.
In Pont d' Arros haben wir uns dann mit spanischen Spezialitäten verwöhnen lassen. Danach hatten wir in Bossost, an der spanischen Garona gelegen, die Möglichkeit einige Einkäufe zu tätigen.
Am Abend hatte unser Chorleiter Herr Krella einen Probe für das samstägliche Konzert angesetzt. Danach klang der Tag je nach Laune und Kondition des Einzelnen in den Gastfamilien oder Freundeskreisen aus.

Für Samstagmorgen hatten wir uns etwas Besonderes ausgedacht. Aus Kleinenbroich hatten wir 4 Fässer des beliebten dunklen Gerstensaftes mitgebracht; auf dem Place de la Republique haben wir dann ein Freiluftkonzert veranstaltet, wobei Freibier an unsrer Zuhörer und Fans ausgeteilt wurde.
Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle unseren Ersatzdirigenten Josef Kieven, der die Fahrt trotz Gipsfuß mitgemacht hat. Zu unserer und der Zuhörer Belustigung trug seine Vorfahrt an diesem Morgen mit einem Minitraktor mit Anhänger bei.
Bei dieser Gelegenheit wurden weiter Kontakte mit Carbonner Bürgen geknüpft, so dass die Zeit wie im Fluge verging, bevor wir zu Mittag in den Gastgeberfamilien waren, wo wir mit Speis und Trank über alle Maßen verwöhnt wurden. Wie sagt man doch: "Wir lebten wie Gott in Frankreich".
Der anschließende Nachmittag stand zur freien Verfügung, wobei der Chronist Gelegenheit hatte mit der Gastgeberin und dem Sangeskollegen Toni die überaus beeindruckende Stadt Toulouse zu besuchen.
Am Abend fand dann im Kulturzentrum unser auf zahlreichen Plakaten angekündigtes großes Konzert statt. Mit uns gestalteten zwei einheimische Chöre den Abend:
La Chorale des Aines und L'ensemble vocal de Carbonne.
Besondere Begeisterung lösten wir bei unseren französischen Zuhörern aus, als wir zwei Stücke in der Landessprache sangen und zwar: Au fond de la prairie und Vive l'amour.
Ein lang anhaltender Beifall war der verdiente Lohn für alle Beteiligten.
Im Anschluss daran hatte das Comité de Jumelage (Partnerschaft) eingeladen. Bei einem ausgezeichneten Essen und vorzüglichem Wein erlebten wir, aufgelockert durch Gesangsvorträge und Tanz, einen unvergesslichen Abend.

Am Sonntag nahmen wir an der Messe in der Pfarrkirche Saint Laurent teil.
Im gut besuchten Gottesdienst las der Pastor die Messe abwechselnd in französisch und deutsch. Wir sangen aus der lat. Messe in C-Dur von Schweitzer außerdem Amin, Amin und Sancta Maria.
Ohne zu übertreiben darf man wohl sagen, dass die Messbesucher begeistert waren.
Danach wurde es Zeit Koffer zu packen, ein letztes Mal wurden wir von unseren Gastgebern reichlich verwöhnt und schon bald war die Zeit unserer Abfahrt gekommen.
Mit 2 Liedern verabschiedeten wir uns auf dem Place de la Republique von allen, mit denen wir an diesen Tagen Freundschaft geschlossen hatten.


Im Namen aller Mitreisenden möchte ich mich hiermit bei allen Gastgebern für die großzügige Gastfreundschaft, welche wir erfahren haben, bedanken.
Ich hoffe, dass wir uns revanchieren können.

Zum Abschluss sei noch ein Dank ausgesprochen an Gundi Rousseau für die treuen Dienste als Übersetzerin, an unseren Vorsitzenden Hubert Mostert für die erstklassige Organisation und an unseren Chorleiter Herrn Krella für seinen unermüdlichen Einsatz für den Chor.

NW

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Von der Chorreise nach Ala (Trento) in Italien 
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Am Mittwoch, dem 2.10.1991 begann unsere lang erwartete Reise nach Italien, um den Besuch des Coro Città di Ala anlässlich unseres Konzertes im November 1989 zu erwidern.

Pünktlich um 21:00h setzte sich der Bus mit den Sängern und ihren Frauen sowie einigen Gästen Richtung Süden in Bewegung.
Unser Ziel Ala, ein kleines italienisches Städtchen, welches im Etschtal (Adige) in Höhe des Gardasees liegt, eingerahmt vom Monte Baldo im Westen und den Ausläufern der Piccole Dolimiti.
Die Gründung Alas geht auf die Römerzeit zurück; während das älteste Dokument aus dem Jahre 881 stammt.
Die wirtschaftliche Blütezeit erlebte Ala im 17. und 18. Jahrhundert durch Seidensamtproduktion. Die Palazzi der Samthändler legen noch heute ein Zeugnis über diese Zeit des Wohlstands ab.
Nach dem Rückgang der Samtproduktion im 19.Jahrhundert erlebte Ala einen weiteren Wandel durch die Präsenz der italienischen und österreichischen Zoll-behörden und in Folge dessen von großen Transportunternehmen. Seit dem Ende des ersten Weltkrieges und dem Anschluss des Trentino an Italien ist Ala nicht mehr Grenzstation und Verkehrsknotenpunkt.
Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten machten auf ihren Reisen in den Süden Station in Ala: z. B. Napoleon Bonaparte, Karl V, Maximilian II, Maria Theresia, Andreas Hofer und Wolfgang Amadeus Mozart.

Wir erreichten unser Ziel gegen 11:00h.
Nach einer Stärkung im Hotel Città di Ala stand der Rest des Tages zur freien Verfügung, den die meisten nutzten, um Ala erstmals kennen zu lernen.
Der älteste Ortskern von Ala liegt unterhalb der Pfarrkirche zur Hl. Jungfrau am Fuß der Berge; hier findet man schmale, Kieselsteinen gepflasterte Gassen, die sich in Plätze und Höfe plötzlich öffnen. Weiter unten in der sogen. "Villa Nova" findet man alte Fassaden mit Bogenhallen und breiten Portalen der ehemaligen Adelspaläste aus der wirtschaftlichen Blütezeit der Samt und Seidenindustrie
In kleinen Gruppen lernten wir die verwinkelten Sträßchen kennen und gaben Gesangsproben in den 3 Kirchen im Ort. Danach trafen wir uns mit den italienischen Freunden im Chorkeller, dem Probelokal des Coro Città di Ala bzw. in der urigen Trattoria Alpina.
Freitag stand eine Fahrt nach Venedig auf dem Programm, welches wegen seiner Anlage auf zahlreichen Inseln in einer Lagune vor dem Festland gelegen, wohl einzigartig auf der Welt ist.
Vom Parkplatz aus fuhren wir mit einem Busboot durch den äußeren Kanal. Ein eindrucksvolles Bild bot sich uns vom Wasser aus. Während der Campanile San Marco schon lange sichtbar vor uns lag, sahen wir kurz vor der Mündung des Canale Grande rechter Hand die Kirche San Giorgio Maggiore auf der gleichnamigen Insel mit seinem Glockenturm, der dem von San Marco zum Verwechseln ähnlich sieht, während links der mächtige Kuppelbau der Kirche S. Maria della Salute herübergrüßte.
Doch dann zog der Blick auf den Marcusplatz, eingerahmt vom Dogenpalast rechts und Münze mit Alter Bücherei links uns in seinen Bann. Da das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte, hatten alle Fotografen Gelegenheit Postkartenfotos zu schießen.
Wieder festen Boden unter den Füßen reihten wir uns in die große Menschenmenge zur Besichtigung der Marcuskirche ein.
Die Basilika San Marco wurde in ihrer jetzigen Form ca. 1040 begonnen und in mehreren Bauabschnitten endgültig jedoch erst am Anfang des 16. Jahrhunderts fer-tig gestellt.
Danach verteilte sich unsere Reisegesellschaft auf die vielen kleine Gassen, einige unternahmen ein Gondelfahrt, andere gingen zu Fuß zur Rialtobrücke, wieder andere schlenderten an den zahlreichen kleinen Läden auf dem Marcusplatz vorbei und lernten so den Reiz Venedigs näher kennen. Leider ging der Aufenthalt viel zu schnell zu Ende, so dass wir schon bald mit dem Busboot die Heimreise antraten.
Obwohl es infolge eines Unfalls auf der Autobahn schon sehr spät war, als wir im Hotel ankamen, gab es Dank der Mithilfe unserer Frauen noch ein kleines Essen.
Die Unermüdlichen schlossen den Abend dann noch im Weinkeller von Piergiorgio ab.
Am Samstagvormittag wurde bei einem Empfang im Kultursaal von Ala die Vereinsfahne des Coro Città di Ala, welche Weihnachten von Ugo Sala gestiftet worden war, geweiht. Die beiden Chöre schufen mit ihrem Gesang den würdigen Rahmen dazu. Bei dieser Gelegenheit konnte unser stellvertretender Bürgermeister Herbert Köhnen, ein Freund unseres Chores, weitere Kontakte zu seinem Kollegen aus Ala knüpfen. Im Anschluß daran hatte der Coro Città di Ala zu einem Imbiß in den Chorkeller eingeladen.
Am Nachmittag gab es ein unterschiedliches Programm. Während einige mit dem Bus nach Malcesine an den Gardasee fuhren, besichtigten andere mit ihren ital. Freunden in Roveretto die größte Glocke der Welt, welche aus Kriegsmaterial von 60 Naten gegossen worden ist; einige andere fuhren zu den Wasserfällen von Varone oder nahmen auf den Bergen an einem Grillfest teil.
Am Abend fand dann im Theater das auf zahlreiche Plakaten angekündigte gemeinsame Konzert statt. Besonderen Beifall löste hier bei den Zuhörern die gemeinsam unter ital. Dirigat gesungenen Stücke "La Villanella" und "Aus der Traube in die Tonne" aus. Anschließend tauschten die Vereinsvorsitzenden Mario Tomaso und Hubert Mostert Bronzetafeln mit den Vereinssymbolen aus, um so die Dauerhaftigkeit der Freundschaft zwischen den Chören zu bekräftigen. Danach wurde es noch ein langer Abend im Chorkeller, wo nach einigen Gläsern Vino keine Verständigungsprobleme mehr bestanden.
Am Sonntag brachte uns der Bus nach Sirmione, der Halbinsel am Südufer des Gardasees. Hier hatten wir u. a. Gelegenheit die Ruinen der römischen Festung zu besichtigen.
Am Nachmittag war dann als weiterer Höhepunkt eine Schiffahrt auf dem Gardasee nach Malcesine vorgesehen. Leider haben tief hängende Wolken bei der Fahrt uns den Blick auf das herrliche Bergpanorama und die Palmenbestandenen Uferpromenaden verwehrt.
Abends fand dann im Hotel ein gemütliches Zusammensein mit Gesang und Tanz statt. Es wurden noch einmal Adressen oder Geburtsdaten ausgetauscht und versprochen, sich im nächsten Jahr wieder zu sehen.
Am Montag hieß es dann endgültig Abschied nehmen von unseren italienischen Freunden und Toni, Hermann, Helmut und Ugo, welche von Ala aus noch ein paar Bergtouren unternehmen wollten. Die Rückfahrt wurde von allen zu einem intensiven Erlebnisaustausch über die vergangenen Tage genutzt. Ich darf abschließend feststellen, daß es eine rundum gelungene Reise war, die das Zusammengehörigkeitsgefühl im Chor gestärkt hat. Danken möchte ich im Namen der Sänger und deren Frauen den italienischen Familien, die für die Zeit unserer Gastgeber waren und allen die bei der Vorbereitung und Durchführung mitgeholfen haben.

NW

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Chorreise nach Weimar in Thüringen, 1993  
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Pressemitteilung
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Chorreise MGV „Eintracht“ in Dresden und Meißen vom 23. – 26. Juni 1995
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Zum dritten Mal ging eine Sängerfahrt des MGV „Eintracht“ in die neuen Bundesländer. Nach Thüringen 1993 und Gesamt-Berlin 1994 hat unser Vorsitzender Hubert Mostert Dresden und Meißen ausgewählt. Die Kontakte zu Meißen waren vor 5 Jahren anläßlich eines Ständchen unseres Chores bei einer diamantenen Hochzeit in Kleinenbroich entstanden. Der Schwiegersohn des Jubelpaares war der Leiter des Chores „Blaue Schwerter“ der Meißener Porzellanmanufaktur.

.....So wurde ein kompaktes Programm Dresden und Umgebung für 4 Tage zusammen gestellt.

Die Sängerfrauen und einige Gäste waren mit von der Partie. Nach ca. 9 Stunden Fahrt erreichten wir unsere Hotels Lilienstein und Königstein. Diese sind nach einem Felsen bzw. einer Festung im flußaufwärts gelegenen Elbsandsteingebirge benannt. Ein drittes Hotel in der Prager Straße trägt daher den Namen des Felsens Bastei. Die Prager Straße selbst ist das typische Beispiel modernen sozialistischen Städtebaus.

Am ersten Abend ging es nach Radebeul-Wansdorf. Dort wurde wir im „Spitzhaus“ von Vertretern des Meißener Chores begrüßt. Das „Spitzhaus“ ist herrlich am oberen Elbhang gelegen. Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht auf das Elbtal bis nach Dresden.

Der Samstag begann für uns mit einer Fahrt in der „Lößnitzdackel“ genannten Schmalspur-Dampfbahn ab Radebeul-Ost. Diese Bahn ist neben 3 weiteren ein letztes Überbleibsel des sächsischen Schmalspurnetzes. Hier ist noch ein Stückchen Eisenbahn-Romantik erhalten geblieben. Die Lok machte gehörig Dampf, um uns nach Moritzburg zu bringen. Unter ständigem Rumpeln ließen wir Radebeul hinter uns, durchquerten scheinbar einige Gärten und konnten unterwegs oben am Elbhang das „Spitzhaus“ erkennen. Vom Bahnhof Moritzburg brachte uns der Bus zum Schloß. Unterwegs nutzen wir die Gelegenheit 2 Brautpaaren vor dem Standesamt ein Ständchen zu bringen. Das Schloß Moritzburg wurde 1723-36 von Pöpelmann, dem Baumeister des Zwingers für August den Starken errichtet. Das Schloß liegt fotogen auf einer Insel im Schlossteich. Im Inneren waren eine Jagdtrophäensammlung, kostbare sächsische Möbel und Gemälde ausgestellt. Ganz in der Nähe befindet sich das Fasanenschlösschen (erbaut 1769/82) und wenige Schritte daneben steht an einem kleinen künstlichen Hafen auf einer Mole ein hübscher Leuchtturm. Auf der Weiterfahrt nach Meißen konnten wir noch einen Blick auf das Todeshaus der Malerin Käthe Kollwitz werfen. Das Mittagessen war für uns in der Porzellanmanufaktur vorbereitet worden. Meißen verdankt seinen Bekanntheitsgrad – und August der Starke seinen Reichtum – der Entdeckung der Porzellanherstellung durch Johann Friedrich Böttger Anfang des 18. Jahrhunderts. Am Nachmittag stand der Burgberg mit Albrechtsburg und der Meißener Dom auf dem Programm. In der Albrechtsburg wurde bis ca. 1860 das Porzellan hergestellt, bis die Manufaktur an ihren heutigen Standort umzog. Im frühgotischen Meißener Dom, der z. Zt. innen und außen eingerüstet war, konnten wir eindrucksvoll unsere Liedervorträge zu Gehör bringen. Vom Burgberg aus hat man einen phantastischen Ausblick auf die tausendjährige Stadt mit ihren roten Ziegeldächern. Danach gingen wir durch verwinkelte Gäßchen und über steile Treppen hinab zum Marktplatz im Herzen der Altstadt. Das mittelalterliche Stadtbild ist im Krieg vor Zerstörung bewahrt geblieben und in der Zwischenzeit, dank staatlicher Förderung ansprechend saniert worden. Besonders zu erwähnen sei das Rathaus und die Frauenkirche mit einem Glockenspiel aus Meißener Porzellan. Danach bot sich uns die Möglichkeit in der Schauwerkstatt der Manufaktur einen Einblick in die Porzellanherstellung zu nehmen und in der Schauhalle die zahlreichen Ausstellungsstücke aus allen Stilepochen und mit den unterschiedlichsten Motiven zu bewundern. Auch von der Möglichkeit ein Souvenir aus edlem Porzellan zu erwerben wurde Gebrauch gemacht.

Am Samstagabend fand in der Schauhalle der Manufaktur ein Konzert mit dem Chor „Blaue Schwerter“ e. V. Meißen statt. Das Zentrum der Schauhalle bildet eine beidseitige Treppenanlage, in deren Mitte eine Festliche Ausstellungstafel mit edlem Porzellan gedeckt ist. Zum Konzert nahmen die Chöre auf den Stufen der Treppe Aufstellung, so dass die Zuhörer sowohl im Foyer als auch von der Empore einen guten Überblick hatten. Der gemischte Chor der Manufaktur glänzte durch einen exzellenten Vortrag einer Volksliederfolge. Ein lang anhaltender Beifall war der mehr als verdiente Lohn für diese gekonnte Darbietung. Der MGV „Eintracht“ trug u. a. Stücke von Franz Schubert, Franz Abt, und Friedrich Silcher und mit den Liedern „Landsknechtständchen“, „Rheinisches Fuhrmannslied“, „La Montanara“ und viele andere mehr zum Gelingen des Konzertes bei. Beim Austausch der Gastgeschenke lud unser Vorsitzender den Chor „Blaue Schwerter“ nach Kleinenbroich ein, um bei unserem Frühjahrskonzert im nächsten Jahr mit uns zusammen aufzutreten. Diese Einladung wurde von den Sängerinnen und Sängern natürlich begeistert angenommen. Nach dem Konzert war von den Sängerfrauen aus Meißen ein vorzügliches Büffet zusammengestellt worden. Radeberger Bier und sächsische Weine sorgten darüber hinaus für das leibliche Wohl. Die beiden Chöre boten anschließend noch weitere Kostproben Ihres Könnens, so dass die gemeinsamen Stunden wie im Fluge vergingen.

Der Samstagmorgen stand ganz im Zeichen von Dresden. Die Busse brachten uns zum Theaterplatz. In der Mitte des Platzes steht das Reiterstandbild König Johanns von Sachsen und umrahmt wird er durch eine Reihe historischen Prachtbauten, welche in ihrer Anordnung wahrscheinlich einmalig auf der Welt sein dürften: Die Katholische Hofkirche, das Residenzschloß, das Taschenbergpalais, die Altstädter Wache, der Zwinger, die Semperoper und das Italienische Dörfchen. Unser erster Besuch galt der Semperoper. Das erste königliche Hoftheater wurde von Gottfried Semper an dieser Stelle erbaut und 1841 eröffnet. Dieses Haus fiel bereits 1869 einem Brand zum Opfer. Schon 1878 wurde das 2.Opernhaus nach Plänen von Gottfried Semper eröffnet. In den Bombennächten des 13./14. Februar wurde das Haus bis auf die Außenwände zerstört. In den Jahren 1978 – 1985 wurde die Semperoper nach den alten Plänen aber mit moderner Bühnentechnik wieder aufgebaut. Zur Wiedereröffnung am 13. Februar 1985 - auf den Tag 40 Jahre nach der Zerstörung - wurde „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber aufgeführt. Ziel des Wiederaufbaus der Semperoper war es, diese bedeutende Architekturstiftung des 19. Jahrhunderts, die hier meisterhaft geschaffene Einheit von Funktion und architektonischem, plastischem und malerischem Detail wieder erlebbar zu machen. Nach einem Rundgang durch das Haus möchte ich sagen, dass dieses Ziel erreicht worden ist. Nach dem Abschluß der Führung trafen sich die Sänger in der Königsloge um in dem beeindruckenden Zuschauerraum ihre Stimmen erklingen zu lassen. Auf unserem Rundgang durch das Zentrum lenkten wir nun unsere Schritte zum Zwinger. „Zwinger“ nennt die Festungsbaukunst den Gang zwischen innerer und äußerer Stadtmauer. In Dresden erstreckte sich solch ein Raum anfangs des 18. Jahrhunderts hinter dem Teil der Stadtmauer, die heute von den südwestlichen Zwingerbauten beherrscht wird. Einst beherbergte dieser Innenraum höfische Lustbauten und Gartenanlagen. Daß diese Bebauung schließlich zum Inbegriff für bezaubernde Architektur und Formenfülle wurde, dafür sorgte das erst später hier entstandene Meisterwerk des Hochbarock auf das der Ursprungsname überging: „Dresdener Zwinger“. 1722 hatten der Baumeister Matthäus Daniel Pöpelmann und der Bildhauer Balthasar Perlmoser im Auftrag von August dem Starken mit dem Bau des Zwingers begonnen. Anfangs als Orangerie gedacht, diente er schließlich als höfischer Fest- und Prestigebau. Heute ist in den Gebäuden ein großes Museum mit wertvollen Sammlungen untergebracht. Leider gestattete es die bei der Führung zur Verfügung stehende Zeit nicht, sich das Innere anzusehen. Dies bleibt einem späteren Besuch vorbehalten. Unsere Gruppe schloß die Zwingerbesichtigung im Nymphenbad ab. Ein intimer Festsalon unter freiem Himmel, der zum stillen Verweilen einlädt. Am Fürstenzug vorbei, wo 800 Jahre sächsischer Geschichte auf Meißener Porzellanfliesen festgehalten ist, führte uns der Weg zur Ruine der Frauenkirche. Diese Nur-Kuppel-Kirche wurde 1726 – 1734 von Georg Bähr gebaut. Unser Reiseführer konnte hier durch seiner engagierte Vortragsart uns für den vor einem Jahr in Angriff genommenen Wiederaufbau begeistern. .....Nach der Wende von 1989 nutzten beherzte Dresdener Bürger die Gunst der Stunde und verfassten ein Papier für die Frauenkirche und wandten sich mit dem so genannten „Ruf aus Dresden“ an die Weltöffentlichkeit. Auf Grund der einsetzenden positiven Resonanz wurde die „Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden“ gegründet, deren Sprecher der Trompetenvirtuose Ludwig Güttler wurde. Aufgabe der Fördergesellschaft war es u. a. durch private Spenden, Verkauf von Souvenirs, Patenschaften und dem symbolischen Verkauf von Steinen die geschätzten 250 Mill. DM für Wiedererrichtung im alten Stil zusammen zu tragen. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs stapelten sich z. T. nummerierte Steine in Regalen neben der Ruine um später wieder an der ursprünglichen Stelle eingesetzt zu werden. Wir werden sicher über diese Baustelle in den nächsten Jahren noch viel hören. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2006 geplant, dann wird Dresden 800 Jahre alt. Auf unserem weiteren Weg durch die Stadt blieb nur ein wenig Zeit für die Kreuzkirche mit ihrem weltberühmten Kreuzchor. Am Nachmittag hatte sich unsere Gruppe geteilt. Während die einen die Gelegenheit nutzten, in der Semperoper Richard Wagners „Lohengrin“ zu hören, wozu ein Sangeskollege dankeswerter Weise die Karten besorgt hatte, fuhren die anderen mit dem Bus zur Fähre nach Schloß Pillnitz, wo an diesem Wochenende das Elbhangfest stattfand.

Am Montag unternahmen wir mit dem Raddampfer „Stadt Wehlen“ eine Fahrt elbeaufwärts bis nach Löschwitz und Blasewitz, 2 ehemaligen Fischerdörfchen. Ein Stadtführer an Bord gab die notwendigen Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Schon im 19. Jahrhundert zog es wohlhabende Bürger an die Elbhänge südlich von Dresden, aber auch Maler, Bildhauer und Musiker haben sich von der herrlichen Aussicht inspirieren lassen. Bis zum „Blauen Wunder“ jener gewagten Eisenbrückenkonstruktion von 1893 ging die Schiffahrt, ehe der Kapitän zur Wende ansetzte. Auf der Rückfahrt ließen wir dann noch einmal Dresdens berühmtes Elbpanorama an uns vorübergleiten. Danach trafen sich die Sänger in der kath. Hofkirche, um beim letzten gemeinsamen Auftritt in Dresden noch einmal Gäste und Zuhörer durch den Gesang in der prächtig wiederhergestellten Kirche in ihren Bann zu ziehen. Der Abschluß des Dresden-Besuchs bildete ein Spaziergang über die „Brühlsche Terrasse“ die mit einem großzügigen Treppenaufgang am Schlossplatz beginnt. Der Aufgang wird von 4 Skulpturen „Die Vier Jahreszeiten“ eingerahmt. Während man nun linker Hand einen herrlichen Blick auf die Elbe und das Neustädter Ufer hat, sind auf der Terrasse weitere Sehenswürdigkeiten zu bestaunen: zuerst das Ständehaus, die Sekundogenitor (heute ein Café), Rietschel-Denkmal, die Sieben Bastionen – Plastik, die staatliche Akademie der Bildenden Künste mit der „Zitronenpresse“ genannten Glaskuppel, das Semperdenkmal und das Albertinum. Mit solchen Eindrücken überhäuft traten wir Montagnachmittag die Heimreise an, auf der alle Erlebnisse noch einmal aufgearbeitet wurden.

Auch wenn Dresden nicht mehr ganz so ist , wie vor dem Krieg, wohl auch nicht werden konnte, möchte ich an den Schluß den Satz setzen:          ----------- Auferstanden aus Ruinen -------------


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Chorreise nach Meißen 13. - 16. Mai 1999 MGV "Eintracht" in der Albrechtsburg
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Die Ausflüge des MGV "Eintracht" Kleinenbroich zählen seit Jahren zu den wichtigen Punkten im Jahresprogramm; ist doch die Eintracht nicht nur bekannt für gute Gesangsdarbietungen, sondern auch für Völker verbindende und Freundschaf stiftende Reiselust. In diesem Jahr galt der Besuch zum 2. Mal dem Chor "Blaue Schwerter" der Meißener Porzellanmanufaktur, welcher in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Den Sängern der Eintracht wurde die Ehre zu teil im ehrwürdigen Bankettsaal der Albrechtsburg zu Meißen auf dem Festbankett der "Blauen Schwerter" auftreten zu dürfen. Vor auserlesenem Publikum gaben wir eine überzeugende Kostprobe unseres Könnens in den historischen Räumen ab. Auf dem Programm standen u. a. die ungarischen Tänze Nr. 5 und Nr. 6 von Joh. Brahms sowie "Largo" von Händel. Auf dem Besichtigungsprogramm der Reise stand Dresden mit der Baustelle der Frauenkirche, Schloß Pillnitz, Bautzen eine Führung durch die Porzellanmanufaktur und durch die Altstadt von Meißen. Den Abschluss der Reise bildet ein gemeinsamer Frühschoppen in unserem Hotel "Goldener Anker" in Radebeul, wo sich die Sängerinnen und Sänger der beiden Chöre verspreachen beim gemeinsamen Konzert in Kleinenbroich wieder zu sehen. Von der Fahrt zurück nahmen die Sänger der Eintracht sofort die Proben für das Herbstkonzert am 20.11.1999 auf, wo der aus Theater und Fernsehen bekannte Bariton Ludwig Baumann der Stargast sein wird.


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Sängerausflug nach Straßburg vom 14.-16. Sept. 2001
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Unser diesjähriger Ausflug führte uns nach Straßburg und Colmar. Nach der Ankunft in Straßburg am Freitag stand die Stadtbesichtigung zu Fuß und mit dem Bus auf dem Programm. Bis auf wenige Ausnahmen befinden sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt in der Altstadt, die die Ill-Insel einnimmt. Ausgangspunkt unseres Rundgangs war das in den Jahren 1180 bis 1439 errichtete Münster. Wegen dem umfangreichen Programm konnte das Kircheninnere von den Reiseführern nicht erklärt werden. Eines der besonderen Merkmale der Hauptfassade des Münsters sind die mit Durchbrucharbeiten verzierten Bögen, die vor den eigentlichen tragenden Mauern angebracht sind. Kunsthistoriker bezeichnen Sie als Harfenmaßwerk. Das Giebelfeld über dem mittlerem Portal stellt das Leben Jesu Christi dar. Darüber erkennt man die aus 16 Blütenblättern gebildete Fensterrose, welche sowohl von außen als auch von innen imponierend wirkt.
Direkt neben dem Münster steht das Haus Kammerzell, das größte und kunstreichste verzierte Fachwerkhaus Straßburgs. Seine Fassade enthält 75 Fenster, deren geschnitzte Rahmen verschieden Figuren aus der Bibel und der Mythologie darstellen. Unser Rundgang führte uns dann an der Ill entlang, zur Schleuse und dann zum Viertel "Le Petit France" dem ehemaligen Viertel der Gerber. Hier stehen rund um den Benjamin-Zix-Platz zahlreiche erstklassisch renovierte Fachwerkhäuser. An den fensterlosen Öffnungen im Dachgeschoss erkennt man, dass es sich um Gerberhäuser handelt.
Auf den Ponts Couverts - den Gedeckten Brücken - haben wir dann einige Lieder zum Besten gegeben. Die Bustour führte uns zu den etwas abgelegenen Sehenswürdigkeiten von denen der Europa-Palast, das Europa-Parlament und der Palast der Menschenrechte zu nennen sind.
Der Freitag schloss mit einem gemeinsamen Abendessen im "Le Baeckeoffe" einem urigen Restaurant in der Altstadt , wo "Baeckeoffe" ein typisch elsässisches Gericht für uns bestellt war.

Am Samstag stand der Besuch von Colmar auf unserem Programm.
Colmar ist mit seiner pittoresken Altstadt einer der ganz großen Attraktionen des Elsass. Aus Colmar stammt der Bildhauer Auguste Bertholdi, der nicht nur hier seine Spuren hinterlassen hat, sondern sein bekanntestes Werk die Freiheits-Statue in New York ist.
Unsere Stadtführung begann im Museum "Unter Linden" mit seinem berühmten Isenheimer Altar. Der Altar wurde von Matthias Grünewald geschaffen und ist nach seinem ursprünglichen Standort -Isenheim- benannt. Der anschließende Stadtrundgang führte uns zuerst zum 1609 erbauten "Maison des Têtes" -dem Kopfhaus-, welches seinem Namen von den ca. 100 Kopfmasken, die seine Fassade zieren, hat.
Weitere sorgsam restaurierte alte Gebäude und Stadtviertel konnten wir bestaunen: Das Pfister-Haus, das alte Koifhus, das Gerberviertel, der Fischerstaden bis wir dann in Klein-Venedig ankamen. Von der Brücke St. Pierre hat man hier einen herrlichen Blick über das beiderseits der Lauch gelegene alte Viertel. Zahlreiche Brücken und Stege führen über die Lauch; in deren gemütlich dahinfließendem Wasser sich die Häuschen mit ihren verwinkelten Dächer spiegeln.
Leider verging die Zeit viel zu schnell und der nächste Programm-Punkt zwang uns zur Rückkehr nach Straßburg, wobei wir die Route über die französische Weinstraße wählten.
Vorgesehen war abends ein Chorauftritt in der Messe im Straßburger Münster, der jedoch wegen der noch frischen Ereignisse vom 11. September in den USA nicht stattfinden konnte, und von der Pfarre zweimal verschoben wurde. Aufgetreten sind wir schließlich in der Kirche St. Madeleine -etwas außerhalb der Ill-Insel gelegen. Dort haben wir, obwohl der äußere Rahmen nicht so grandios war, ein sehr gutes Konzert veranstaltet.
Nach der Messe trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen im "A l'ancienne Douane" (Zur alten Grenze) wo wir den Tag gemütlich ausklingen ließen.

Am Sonntagmorgen ergab sich doch noch die Gelegenheit eines Besuchs im Straßburger Münster. Anschließend war für uns eine Fahrt auf einem Panoramaschiff auf der Ill geplant. So konnten wir viele der vorher von Land aus erkundeten Sehenswürdigkeiten jetzt noch einmal vom Wasser aus bestaunen.
Danach ging es ab nach Wissembourg einem lieblichem französischen Städtchen direkt an der Grenze zur Pfalz gelegen. Hier war unser Mittagessen geplant. Unser Restaurant hieß "A l'homme sauvage" (Zum wilden Mann). Für alle war Flammkuchen bestellt -eine heimische Spezialität. Der Ablauf wurde allerdings etwas anders als in unserer Vortour besprochen, so dass die Organisatoren anfangs etwas ins Schwitzen gerieten, jedoch nach zwei Gläsern Wein hatten die meisten den Ablauf begriffen und es wurde noch ein lustiges Mahl und unser Abfahrtstermin wurde auch einigermaßen eingehalten. Da wir am Samstag über die französische Weinstraße gefahren waren nahmen wir auf dem anschließenden Heimweg noch ein Stück der Pfälzer Weinstraße mit und erreichten wohlgelaunt gegen 21:00h Kleinenbroich.

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Sängerausflug nach Hamburg vom 13. - 15. Sept. 2002  
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Am frühen Freitagmorgen des 13.September 2002 machten wir uns auf eine Sängerreise in die Hansestadt Hamburg. Die erste Station war das Wasserstraßenkreuz Minden. Hier wird der Mittellandkanal durch einen Trog über die 13m tiefer liegende Weser geführt. Bei einer Führung wurden wir in die technischen Zusammenhänge eingeführt und bekamen die Funktion der wassersparenden Schachtschleuse erklärt. Abends waren wir zu Gast im urigen Keller des "Gröninger" Brauhauses. Dieses alte Gebäude wurde erstmals um 1260 urkundlich erwähnt. und ist der älteste Gasthof im Herzen Hamburgs. Hier haben wir die enorme Akustik genutzt und zur Freude der übrigen Gäste einige Lieder zum Besten gegeben.
Am Samstag ging es bereits früh los zur 2-stündigen Stadtrundfahrt, welche uns zum Rathaus, Jungfernstieg, St. Nikolai-Turm, Alster-Arkaden, und entlang der Villen an der Alster führte. Das Ende setzte die St. Michaeliskirche. In der Kirche hatten wir nach einer Mittagsvesper Gelegenheit zu einem Auftritt, der bei allen sehr gut ankam. Nachmittags konnte sich jeder an den Landungsbrücken eine Brise frischen Windes um die Nase wehen lassen, bevor es zur Hafenrundfahrt auf ein kleines Boot ging. Mit einigen Liedern "versüßten" wir dem Kapitän diese Fahrt, bei der er nicht viel zu erzählen hatte. Wir, die "fleißigen" Sänger, haben ihm mit unseren Gesängen nicht zu seiner Arbeit kommen lassen. Abends kehrten wir dann in das Restaurant "Zu den alten Krameramtsstuben am Michel" ein. Die Krameramtsgasse ist die einzige Fachwerkanlage im Zentrum Hamburgs. Hier befinden sich die als Museum ausgestatteten Krameramtswohnungen, ein Buchantiquariat, ein Tee und Kaffeekontor und das o. gen. gemütliche Restaurant. Anschließend konnte sich jeder, wie er wollte, in der Stadt kundig machen!!!

Am Sonntag fanden wir uns an den Landungsbrücken ein, um mit einem Schiff die Elbe abwärts bis zur Schiffsbegrüßungsanlage "Willkommhöft" in Schulau zu fahren. Hier wird jedes ein- und auslaufende Schiff über 500 BRT durch die Nationalhymne und ein Grußwort in der jeweiligen Landessprache begrüßt, und die Hamburger Flagge gedippt. Anschleßend gibt es für die Landratten Erläuterungen über das Schiff, Herkunft und Ladung. Von dort traten wir die Heimreise an. Die Reise wird allen in guter Erinnerung bleiben, zumal wir trockenes und z. T. warmes Wetter dazu bestellt hatten.

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Sängerausflug nach Würzburg am 15. - 17. Aug. 2003  
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Unser diesjähriger Ausflug führte uns nach Franken an den Main.
Pünktlich um 6:45 Uhr machte sich eine fröhliche Sängerschar mit Anhang und Gästen auf den Weg nach Würzburg. Leider trübte am Anfang der schlechte technische Zustand des Busses unsere gute Laune. Unser Quartier hatte wir im mercure-Hotel am Mainufer festgemacht. Würzburg, die Hauptstadt Unterfrankens, liegt eingerahmt von Spessart, Rhön und Steigerwald ungefähr in der Mitte Deutschlands. Weithin sichtbar grüßten uns die Türme vom Dom, und der Festung Marienberg.
> Nach dem Einchecken hatten wir uns auf der alten Mainbrücke verabredet. Unsere beiden Führer zeigten uns intensiv die Schönheiten und Geheimnisse der Fürstbischhöflichen Residenz von Balthasar Neumann. Im großartigen Treppenhaus mit dem freitragenden Gewölbe und dem glanzvollen Deckengemälde von Tiepolo wurde uns die Darstellung der 4 Erdteile mit Hintergründen sehr genau erläutert. Auf dem Programm stand danach der Dom St. Kilian und das Neumünster. Im Lusamgärtlein weilten wir am Grabmal von Walther von der Vogelweide. Der Abschluss des Rundganges bildete der Marktplatz mit der üppigen Stuckdekoration des Falkenhauses und die Marienkapelle. Für den Abend hatten wir einen Platz in den Fränkischen Stuben des Greifensteiner Hofes reserviert. Danach konnte jeder nach belieben den Tag ausklingen lassen.
Für Samstag stand eine Fahrt durch das fränkische Weinland auf dem Programm. Glücklicherweise stand uns für diesen Tag ein Ersatzführer zur Verfügung, welcher m. E. erste Klasse war. Wir durchwanderten das herrliche örtchen Sommerhausen. Hier fanden wir Veit Relins Torturmtheater als kleinste Bühne der Welt und lernten etwas über derer von „Limpurg rechteren Speckfeld“. Danach ging es Marktbreit wo wir u. a. den Goldenen Löwen das an- geblich zweitälteste Gasthaus Bayerns bestaunten. Zur Mittagsrast kehrten wir in Volkach ein mit dem bekannten historischen Rathaus am Markplatz. Vom Winzerfest war nicht viel zu sehen um diese Uhrzeit. Anschließend besuchten wir die auf einer Anhöhe liegende Wallfahrtskapelle „Maria im Weingarten“ mit der bekannten Riemenschneider „Madonna im Rosenkranz“. Hier wie auch an allen anderen Orten wusste unser Reiseleiter durch Sachkunde und interessante Vortragsart zu gefallen. Bevor es wieder zum Hotel ging, konnten wir noch aus erhöhter Position einen Blick auf die Volkacher Mainschleife werfen. Am Abend hatten wir unser Abendessen a-la-Carte im altfränkischen Gasthof „Backöfele“ gebucht. Ein uriges Lokal, flinke Kellnerinnen, gutes Essen.

Sonntags haben wir in der Kirche St. Burkhardt - zu Füßen der Festung Marienberg - die hl. Messe mitgestaltet. Wir haben folgende Lieder vorgetragen: Kyrie(Scweitzer), Sancta Maria(Schweitzer),Gib uns Herr den Frieden, Ich bete an die Macht der Liebe. Anschließend fuhren wir auf die Festung Marienberg. Durch eine interessante Führung wurden wir in manches Geheimnis der Burg eingeweiht. U.a. durften wir im Verließ, in welchem zeitweise Tillman Riemenschneider gefangengehalten wurde, gesiebte Luft schnuppern. Durch die Katakomben ging es dann zum Fürstengarten mit dem überwältigendem Ausblick auf Würzburg. Zum Mittagessen fuhren dann nach Veitshöchsheim zur „Blauen Traube“. Die Stimmung war prima, so das Rita Böing sich veranlasst sah, im Lokal einen Radschlag aufs Parkett zu legen. Als letzter Programmpunkt stand ein Besuch des Rokokogartens im besagten Ort auf dem Plan. Ob wohl wir Organisatoren bei der Vortour eigentlich nicht die Notwendigkeit einer Führung sahen, waren im Nachhinein froh, dass wir dem Vorschlag des Wirtes aus der Blauen Traube gefolgt sind. Diese Feinheiten, die unser Führer in lustiger Art uns erläutert hat, hätten wir alleine nicht gesehen und die Histörchen hätten uns auch gefehlt.

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Sängerausflug nach Rüdesheim am 04. Sept. 2004  

Unser eintägiger Herrenausflug führte uns diesmal an den Rhein.
Unser Bus brachte uns bis nach Boppard, wo wir ein Schiff mit für uns reservierten Plätzen bestiegen. Nicht ohne vorher ein paar Lieder erklingen zu lassen. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns. Und so konnten wir alle Sehenswürdigkeiten entlang des Flusses von den Decks oder dem Restaurant aus geniessen. Die mitreisenden Gäste haben wir natürlich mit unseren Gesang auf einen unterhaltsamen Tag eingestimmt.

Von Rüdesheim aus haben wir per Seilbahn das Niederwald Denkmal besucht. Von dort oben aus klangen unsere Lieder weit in das Rheintal hinab. Für den Rest des Tages hatten wir in einem typischen Weinlokal in der Drosselgasse festgemacht, wo wir den Tag mit Reben oder Gerstensaft und viel Gesang ausklingen ließen bis der Bus uns wieder für die Heimreise abholte.

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 Fahrt ins Ruhrgebiet:
 Kokereien Schwelgern und Zollverein am 24. Juni 2006
Fotos

Die Koksproduktion:


Wozu braucht man Koks:

Koks wird heute fast ausschließlich zur Verhüttung von Eisenerz benötigt. In einem modernen Hochofen benötigt man pro Tonne Eisenerz noch 0,45 t Koks. Er dient zur Reduktion des Eisenerzes und zur Bereitstellung der für die Erschmelzung des Roheisens notwendige Wärme.

Herstellung:

Koks wird in einer Koksofenbatterie - das Herzstück jeder Kokerei - hergestellt. In jeder Ofenkammer der Batterie vollzieht sich die unter Luftabschluss ablaufende Umwandlung von Kohle zu Koks. Die Ofenkammerwände haben eine Temperatur von 900 bis 1100° C. Während der ca. 24-stündigen Verweildauer in der Koksofenkammer entgast die Kohle und verliert 25-30% seines Gewichtes. Das aus der Kohle ausgetriebene Gas fließt über ein Rohrsystem im die Gasreinigungsanlage. 40% dieses Gases wird zur Beheizung der Koksofenkammern wieder in die Koksofenbatterie eingespeist. Das restliche Gas wird auf dem Thyssen Gelände weiterverwendet.
Nach Ablauf der 24 h Verweildauer wird der Kokskuchen aus dem Ofen in den Löschwagen heraushedrückt. Der Heißkoks wird nun im Löschturm mit Wasser abgekühlt bis er sich nicht mehr selbst entzünden kann. Mit der Wassermenge kann man auch die Bruchgröße des Koks einstellen. Der Löschvorgang dauert ca 1,5 min. und erzeugt den typischen weißen Wasserdampfpilz.

Nebengewinnung (weiße Seite):

In der Gasreinigungsanlage werden folgende Nebenprodukte hergestellt:

  1. Verschiedene Gase mit unterschiedlichen Heizwerten
    (Methan, Leuchtgas, Mondgas, Mischgas und Wassergas)
  2. Teer
  3. Ammoniak
  4. Benzol

Die Wissenschaft zu der Nutzung und Verwertung der Kohlenwertstoffe wird Carbochemie genannt.

Kokerei Schwelgern:

Die Kokerei Schwelgern wurde in einer Bauzeit von 3 Jahren gebaut und hat 800 Mio. EUR gekostet. Sie gilt als modernste Kokerei der Welt in Hinsicht auf Infrastruktur und Umweltschutz. Die Belegschaft umfasst 300 Personen. Die Kokerei August Thyssen benötigte für Ihren Betrieb noch eine Belegschaft von 1000 Personen.

Folgende technische Daten kennzeichnet die Kokerei Schwelgern:

Ofengeometrie (BxHxT) 0,59 x 8,43 x 20,80 m
Nutzbares Ofenvolumen 93 qm
Kohlefüllung pro Ofen 79 t
Garungszeit 25 h
Kokserzeugung pro Ofen 55 t
Jahreskoksproduktion 2.500.000 t
Erzeugtes Reingas 155.000 qm/h

Kokerei Zollverein:

Die Kokerei Zollverein wurde nach einer Bauzeit von 4 Jahren im Jahre 1961 fertiggestellt. Während ihres Betriebes bis zur Stillegung im Jahre 1993 galt sie als modernste Kokerei Europas. Sie beschäftigte 1000 Personen und produzierte nach ihrer Erweiterung auf 304 Öfen 8.600 t Koks pro Tag. Dabei wurden 3.000.000 qm Kokereigas produziert und auf der weißen Seite zu Kohlenwertstoffe veredelt.
Die Kokerei Zollverein wurde im Jahre 2000 unter Denkmalschutz gestellt und 2001 in die Liste der UNESCO Welterbe aufgenommen.



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 Reise-Infos zum Jahresausflug nach Amsterdam 22./23.Aug. 2009
Fotos



Amsterdam eine Stadt mit Geschichte

Amsterdam ist die Hauptstadt der Niederlande und seit Jahrhunderten Treffpunkt verschiedener Kulturen. Die Gastfreundlichkeit und Weltoffenheit sind Merkmale dieser kosmopolitischen Stadt. Die Stadt hat ca. 740.000 Einwohner und ist damit die größte Stadt der Niederlande. (zum Vergleich Düsseldorf hat ca. 580.000 Einwohner).
Der Sage nach ist Amsterdam von zwei Fischern gegründet worden, nachdem sie am Ufer der Amstel gelandet waren. Das Bestehen der Stadt ist seit 1275 belegt. Das 17. Jht. ist das goldene Zeitalter Amsterdams. Nach portugiesischem Vorbild suchten die Holländer in Übersee eine Erweiterung ihres Handelsgebietes. Neu-Amsterdam, das spätere New York, war Besitz holländischer Kaufleute. Ab 1613 wurden die 3 wichtigsten Kanäle gegraben: die Heerengracht, die Keizersgracht und die Prinzengracht. Diese Kanäle fassen die Altstadt U-förmig ein. Die reichen Kaufleute ließen an diesen Kanälen ihre vornehmen Wohnsitze bauen. Jedoch Ende des spanisch-niederländischen Krieges 1568 - 1648 verlor Holland die Herrschaft über die Weltmeere.
1795 wählte die Republik der Niederlande die Seite Frankreichs. 1806 gründete Napoleon das Königreich Holland mit Amsterdam als Hauptstadt. 1810 wurde Holland in Frankreich einverleibt. Nach dem Aufstand 1813 wurde Willem I als König eingesetzt. Dies war der Anfang der Monarchie. Im Jahre 1876 wurde der Nordseekanal gegraben. Dieser Kanal verbindet den Amsterdamer Hafen mit der Nordsee und hat den Niederlanden einen wichtigen wirtschaftlichen Aufschwung gebracht.

Sehenswertes:
Amsterdam ist weit und breit bekannt wegen seiner prächtigen Kaufmannshäuser an den Grachten. Diese Häuser waren bis zum Anfang des 17. Jht. sehr schmal, weil die Stadt nur Grundstücke mit einer Breite von 5,50m oder 8,50m zur Verfügung stellte. In der Oude Hoogstraat Nr. 22 steht ein kleines Häuschen, welches nur zwei Meter breit und sechs Meter tief ist. Es ist wahrscheinlich das schmalste Haus Amsterdams. Am Kanal Singel Nr. 166 steht ein Haus welches an der Vorderseite 1,80 m schmal ist. Dies ist jedoch 16 m tief und an der Rückseite 8 m breit. Wegen der geringen Breite vieler Häuser war es nicht möglich Möbel ins Obergeschoss zu bringen, daher sieht man an vielen Häusern oben am straßenseitigen Giebel einen Träger mit Haken herausragen. Dieser dient dazu, Möbel ins Obergeschoss zu transportieren. Die schönsten Kaufmannshäuser stehen am Kanal Herengracht in der sog. goldenen Kurve.

Brücken und Schleusen
Amsterdam hat ungefähr 90 Kanäle und 1000 Brücken, denen es den Beinamen Venedig des Nordens verdankt. Die meisten Kanäle wurden im 17. Jht. gegraben, um Handelsware zu befördern. Daneben dienten sie auch der Verteidigung und der Entwässerung der Stadt. Die Kanäle sind ungefähr 3 m tief und haben Süßwasser. Sie sind mit 16 Schleusen abgeschottet. Jeden Abend werden andere Schleusen geöffnet, damit frisches Wasser einfließen kann. Amsterdams bekannteste Brücke ist die Magere Brücke aus dem 18. Jht. über die Binnen-Amstel, eine Ziehbrücke welche mehrmals am Tag hochgezogen wird und abends zauberhaft beleuchtet ist.   Nr.19

Hausboote
Viele Leute leben in Amsterdam auf einem Wohnboot, weil es am Ende des 2. Weltkrieges einen großen Wohnungsmangel gab. Heute liegen ungefähr 2500 Wohnboote in den Kanälen, von denen ein Teil offiziell nur toleriert wird. Die legalen Hausboote müssen immer am gleichen Liegeplatz bleiben. Die älteren Hausboote sind aus Holz oder Eisen und müssen jedes 2. Jahr in die Werft zur Kontrolle. In manchen Kanälen sind Hausboote nicht gestattet. Die Liegeplätze sind viel Geld wert, weil die Stadt keine neuen Hausboote mehr erlaubt. Eine häufig gestellte Frage ist: "Wohin fließt die Toilette?" Natürlich direkt in den Kanal.

Das Katzenboot
Am Anfang des Kanals Singel liegt das Katzenboot, wo ungefähr 60 Strichkatzen Unterschlupf gefunden haben. Im Sommer ist es ein hübsches Bild zu sehen, wie die verschiedenen Katzen in der Sonne liegen.

Fahrräder
Es gibt in Holland über 10 Millionen Fahrräder. Der erste Eindruck von Amsterdam ist, dass diese alle hier fahren. Daher Augen auf beim Überqueren der Straßen, um nicht von einem Fahrrad angefahren zu werden. Direkt gegenüber unserem Hotel ist ein Fahrradparkhaus. Es fällt auf, dass die Fahrräder alt sind. Alte Fahrräder werden eben nicht so schnell gestohlen. Alte Fahrradwracks sind manchmal kleine Kunstwerke. In der Innenstadt werden dauerhaft abgestellte Fahrräder von der Stadt entsorgt.

Der Dam   5
Der Dam ist das klopfende Herz Amsterdams; der Platz wo die Stadt am lebendigsten ist. Der Name ist genau so einfach wie logisch: hier wurde einmal der Damm an der Amstel gebaut. Dieser hat Amsterdam auch seinen Namen gegeben. Auf dem Platz steht der Obelisk als Nationaldenkmal zum Gedenken an die Opfer des 2. Weltkrieges, außerdem der Königliche Palast (z.Zt. durch eine Baustelle verdeckt), die Nieuwe Kerk und Madame Toussaud's Wachsfiguren Kabinett. Außerdem befindet sich hier "De Bijenkorf" (der Bienenkorb) das älteste Kaufhaus Amsterdams.
Über eine Seitenstraße zwischen Königlichem Palast und Nieuwe Kerk erreicht man das Magna Plaza, ein Einkaufszentrum im historischen Gebäude der ehemaligen Hauptpost.
Am Dam beginnt auch die Kalverstraat eine der ältesten Einkaufsstraßen der Niederlande. Dort wo im Mittelalter Vieh durch die Straßen getrieben wurde, kann man heute nach Herzenslust einkaufen.

Die kleinen Amsterdamer
Überall in der Innenstadt sieht man die kleinen stählernen Pfähle, hier Amsterdammertjes (die kleinen Amsterdamer) genannt. Die ursprünglich gusseisernen Pfähle wurden erstmals im Beginenhof aufgestellt, damit die Pferdewagen nicht hineinkamen. Das Material und die Form sind inzwischen verändert, aber der Zweck der kleinen Amsterdamer ist immer der gleiche: die Sperrung des Autoverkehrs zum Schutz der Fußgänger. Es stehen ca. 80.000 kleine Amsterdamer in der Stadt.

Jordaan
Eines der romantischsten und charmantesten Viertel von Amsterdam, das zwischen Nassaukade und Prinsengracht liegt. Von altersher eine typische Arbeitergegend; ab Ende des 20. Jahrhunderts wurde es zum In-Viertel. Im Jordaan gibt es die ältesten Kneipen der Stadt, (Bruine Kroeg) schmale, pittoreske Grachten, Hausboote und kleine, außergewöhnliche Geschäfte.

Der Beginenhof   11
In der Nähe unseres Restaurants unweit des Blumenmarktes 13 liegt der Beginenhof. Dieser Innenhof ist eine Oase der Ruhe, ein kleines Dorf mitten in der Stadt. Es gibt in Amsterdam noch ungefähr 60 andere Höfe dieser Art. Ursprünglich waren es die ersten Altersheime. Zum Beginenhof gehört das älteste noch bestehende Haus in Amsterdam, welches 1460 als reines Holzhaus gebaut worden ist.

Amsterdams Historisches Museum   10
zeichnet sich neben der Ausstellung ebenfalls mit einem schönen Innenhof, welcher gastronomisch genutzt wird aus.
Im Durchgang zwischen der Kalverstraat und dem Beginenhof liegt die Schuttersgalerij (Schützengalerie), in der niederländische Meisterwerke präsentiert werden. Diese Galerie ist Teil des historischen Museums und darum auch an dessen Öffnungszeiten gekoppelt. Ein Besuch der ist kurz, beeindruckend und absolut gratis.

Anne Frank Haus   23
Prinzengracht 263, in der Nähe der Westkerk.
Vor dem kleinen, aber beliebten Anne-Frank-Haus, das jährlich rund eine halbe Mio. Besucher anzieht, muss man sich meist in eine lange Warteschlange einreihen. Es ist das historische Wohnhaus, in dem sich Anne Frank, ihre Familie und vier weitere Juden vor den deutschen Besatzern während des Zweiten Weltkriegs versteckten, nachdem sie wegen der Verfolgung durch die Nazis aus ihrer deutschen Heimat geflohen waren. Sie wurden jedoch von den Nazis entdeckt und zu einem Konzentrationslager deportiert, wo Anne Frank starb. Ihr Vater überlebte und veröffentlichte ihr Tagebuch, das in 50 Sprachen übersetzt, ein Welterfolg wurde.

Museum Het Rembrandthuis   9
Dieses Museum ist in einem bezaubernden, dreistöckigen Haus aus dem frühen 17. Jahrhundert untergebracht, in dem Rembrandt beinahe 20 Jahre lang wohnte. Kürzlich wurde ein neuer Flügel angefügt, um für die umfassende Sammlung von 250 Radierungen und Selbstporträts des Künstlers mehr Platz zu schaffen. Werke von Rembrandts Lehrern und Schülern werden ebenso gezeigt und bilden einen interessanten Kontext zu Rembrandts Meisterwerken.

Rijksmuseum   21
Stadhouderskade, an der Singelgracht.
Es ist eines der wichtigsten Museen der Niederlande. Es wurde 1885 vom Architekten Cuypers erbaut. Im Rijksmuseum findet man die berühmten Maler des 17. Jahrhunderts. Die Sammlung besteht zu 95% aus holländischen Meistern, fängt an bei der frühen Nord-Niederländischen Malerkunst aus dem 15. Jahrhundert und endet mit dem 19. Jahrhundert. Namentlich Frans Hals, Jan Stehen, Johannes Vermeer und Rembrandt van Rijn sind bekannte Meister des 17. Jahrhunderts. Außer der berühmten Nachtwache sind noch weitere 20 Gemälde Rembrandts zu bewundern.

Van Gogh Museum   21
Paulus Potter Straat 7, liegt hinter dem auf der Karte dargestellten Rijksmuseum.
Dieses große Museum wurde kürzlich umfassend renoviert. Es ist extra für die Van-Gogh-Sammlung entworfen worden. Es zeigt 200 Gemälde und 500 Zeichnungen von Van Gogh in chronologischer Reihenfolge. Die Entwicklung des Künstlers kann in seinen Gemälden und Zeichnungen ab dem Beginn seiner Schaffenszeit in den Niederlanden bis zum Ende seines Lebensweges verfolgt werden. Außerdem sind Werke von Toulouse-Lautrec und Gauguin ausgestellt. Ein neu errichteter Flügel wird für Sonderausstellungen genutzt.

De Oude Kerk   3
Die Alte Kirche wurde 1306 St. Nikolaus dem Schutzpatron Amsterdams geweiht. Sie ist die erste Amsterdamer Kirche. Nach dem Bau der Neuen Kirche am Dam wurde sie in Oude Kerk umbenannt. Nach der Reformation 1578 wurde sie von einer katholischen Kirche zu einer evangelischen Kirche, weil ganz Amsterdam protestantisch wurde.

De Waag   6
Die Stadtwaage ist 1488 als Stadttor errichtet worden und heißt eigentlich St. Antoniustor. Das Gebäude hat längere Zeit verschiedenen Zünften als Zunfthaus gedient. Das bekannte Rembrandt-Gemälde "Die Anatomiestunde des Professor Tulp" ist in diesem Gebäude für die Zunft der Chirurgen gemalt worden. Heute wird das Gebäude gastronomisch genutzt.

De Schreierstoren   2
Dem Hauptbahnhof gegenüber steht der "Turm der Tränen" auf der Ecke von Prins Hendrikkade und Geldersekade. Er ist zugleich die Begrenzung des Rotlichtviertels. Dieser mittelalterliche Turm war Teil der Stadtmauer. Es gibt zwei unterschiedliche Erklärungen für den Namen. Die erste ist, dass der Turm rittlings (Nl.: schrijlings) auf der Stadtmauer stand. Die zweite ist, dass die Frauen der Seeleute hier weinten (alt Nl.: schreiden), wenn ihre Ehemänner ab hier zur See fuhren.

Das Rotlichtviertel   4
Das Rotlichtviertel ist das internationalste Viertel Amsterdams nicht nur wegen der aus vielen Länder stammenden hier tätigen Damen, sondern auch wegen der Nationalitäten der Besucher. Dieses Viertel ist weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Die Damen sitzen hinter Fenstern und sind durch das rote Licht als Freudenmädchen erkennbar. Touristen können durch das Viertel spazieren und eine der zahlreichen Bars oder Restaurants besuchen. Vor allem die chinesischen Restaurants am "Seedeich" sind gut und preiswert.

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